Dienstag, 02 Oktober 2012 19:30 geschrieben von

Shorttrip Amsterdam

Dienstag 16:00 Uhr, über mir stapelten sich die Ordner und ich war voll im Bürostress. Plötzlich klingelte das Telefon. Es war Felix der mir verklickert, dass er mit zwei Tischtennis Kollegen (Klaus und Manuel) einen Kurztrip nach Amsterdam plante und noch einen Guide mit etwas Ortskenntnis benötigte. Da wir im Frühling so super gefangen haben, kam er da auf mich. Ohne langes Überlegen hatte ich am Abend zugesagt. 1600 Kilometer fahren für 2,5 Tage fischen klingt zwar verrückt, aber immerhin reden wir hier von Holland - dem Land der Anglerträume :)! Also am Donnerstag noch Köder eingekauft und am Abend ging es schon in den hohen Norden. Es standen knapp 8 Stunden Fahrt vor uns. Dank geräumigen T5 und relativ freien Straßen kamen wir gut und bequem voran, sodass wir gegen 1 Uhr morgens kurz vor der holländischen Grenze unser Nachtlager auf einem Rastplatz aufschlugen.


Freitag: Alles ist anders...


Am nächsten Morgen fuhren wir noch gemütlich den Rest der Strecke, damit wir Punkt 9 beim Angelhändler waren, wo erst mal die Lizenzen geordert wurden. Dank guter Insidertipps vom Angelladenbesitzer war auch unser Quartier für die nächsten 2 Tage gefunden: der Gaasperplas Campingplatz.

unser basecamp unser basecamp

Von dort hatten wir gute Anbindungen an die öffentlichen Verkehrsmittel Amsterdams, die wir gleich nutzten, um an unsere Angelstellen vom Frühling zu kommen. Da diese allerdings am anderen Ende Amsterdams lagen, fuhren wir ca. 30 Minuten, um dort anzukommen. Die erste Wahl fiel auf unsere produktivste Brücke des Frühlings unter der Wacko auch seinen fetten 85er Zander zog.
Da meine Begleiter selten bzw. noch nie aktiv auf Zander geangelt haben, gab es zuerst ein Briefing mit "Trockenübung" und Ködereinweisungen vor der Brücke. Da dies allerdings gut klappte, ging es voller Erwartung an die Hotspots. Doch wie es so kommt, war alles anders, aber nicht schlechter. Waren hier im Frühling noch die Zander stapelweise gestanden, waren nun andere Stachelritter am Start... dicke Barsche! So konnten wir innerhalb einer halben Stunde ca. 10 - 15 Barsche zwischen 25 und 30 cm fangen.

erster besserer Barsch 2. besserer Barsch

closeup

schnappschuss aus video schnappschuss aus video

Von den Zandern fehlte allerdings weiterhin jede Spur und so kam es, dass nach einer halben Stunde der Spuk vorbei war und die Bisse gänzlich ausblieben. Entweder waren die Barsche weitergezogen oder sie hatten zugemacht. Also ging es zur nächsten Brücke, wo das gleiche Spiel von vorn begann. Wieder kam ein Barsch nach dem anderen zum Vorschein.

Doppelschlag

Auch hier war nach ca. einer halben Stunde Schluss mit der Beißerei und so beschlossen wir, erst einmal etwas zum Kauen zu finden. Also ab zum nächsten Döner! Frisch gestärkt fischten wir die nächsten Stunden einige aussichtsreiche Stellen ab, jedoch ohne Erfolg. Also zurück zu den Brücken. Hier konnte nun auch Manu seinen ersten guten Barsch verhaften.

PB von Manu

Als es langsam zudunkelte bekamen wir den ersten Zander der Tour zu Gesicht. Ein ca. 60 cm Fisch hatte sich meinen Gummifisch geschnappt hatte. Leider konnte dieser Dank eines Landefails von einem meiner Mitstreiter (ohne Namen zu nennen :) ) nicht porträtiert werden.
Da Klaus auf der Fahrt als Fahrer wenig Schlaf gefunden hat, brachen wir an dieser Stelle das Fischen ab und machten uns auf den Rückweg. Während Klaus allerdings direkt zum Campingplatz fuhr, entschlossen wir uns noch zu einen kurzen Abstecher zum Hauptbahnhof. Hier war wie immer die Hölle los. Zum Glück war jedoch unser Angelplatz frei und weniger besucht. So kam es, dass ich direkt beim ersten Wurf einen schönen Biss verzeichnen konnte und nach kurzem Drill einen kleinen Zander in der Hand halten konnte. Allerdings war er wirklich klein, weswegen wir auf ein Foto verzichteten. Leider brachte diese Stelle keinen weiteren Fisch mehr. An einer Stelle mit regem Bootsverkehr beschlossen wir es ein letztes Mal zu versuchen. Schon bald konnten wir die ersten Anfasser verzeichnen, aber die Zander schienen recht zickig zu sein. Jedoch konnte ich nichtsdestotrotz quasi beim rausheben des Köders einen stattlichen ca. 50er Stachelritter verhaften.

erster guter Zander

Da meine Begleiter müde, nass und hungrig waren, machten wir wirklich Schluss und erfreuten uns wenig später über bequeme Matratzen in unserem Basislager :).

 

Samstag: Failparade :)

Dieser Samstag hat eigentlich ganz normal angefangen. Wir suchten nach ein paar neuen Spots und konnten immer wieder vereinzelt Fische fangen, hauptsächlich Barsche.

Stellensuche

Den Vormittag verbrachten wir mit der Fischsuche, bis wir dann doch nachmittags an unsere bekannten Spots gingen. Hier bekamen wir wieder deutlich mehr Bisse. Leider hatten wir ein großes Problem. Wir haben fast keinen Fisch landen können. Nachdem wir im Drill mehrere Fische verloren haben, kam irgendwie eine Blockade im Kopf, weshalb wir auch bei der Landung viele Fische durch Anfängerfehler verloren - hätten wir doch nur einen Kescher mitgenommen...
Trotdem konnten wir vereinzelte schöne Fische landen.

Manus Barsch

schöner Zander

Zander

Den Sonntag fischten wir leider nicht mehr, da wir eine lange Rückreise vor uns hatten und alle wieder am Montag in die Schule bzw. zum Arbeiten mussten. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Kurztrip mit vielen schönen Fischen und neuen Erfahrungen.

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Paul

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