Donnerstag, 21 Oktober 2010 21:42 geschrieben von

Mit Freunden am Neckar

Bereits früh morgens als es noch dunkel war, ging es raus ans Wasser. Zunächst konnten ein paar Döbel um die 30 cm und ein kleiner Barsch verhaftet werden. Plötzlich war die Rute von Franzi krumm, ein Hecht hatte direkt vor ihren Füßen auf den kleinen Wobbler gebissen und zog fleißig Schnur von der Rolle. Etwas verdutzt waren wir schon als der Hecht (ca. 50cm) in die Maschen des Keschers glitt, es war schließlich der erste Neckarhecht den wir bisher gesehen haben.

franzi hecht

franzi hecht franzi hecht

Auch wenn er wohl schon mal unschöne Bekanntschaften mit einem Angelhaken gemacht hatte (der Oberkiefer war quasi fast nicht vorhanden), war er noch ein fleißiger Jäger und gut genährt. Aus diesem Grund durfte er natürlich schnell wieder schwimmen, in der Hoffnung, dass es bald einen besseren Hechtbestand im Neckar gibt. Als die Sonne durch den Nebel blinzelte war die Neckarinsel schnell mit Touristen überfüllt, weshalb wir uns an abgelegenere Stellen zurückzogen. Ich versuchte mein Glück hinter einem versunkenen Ast in dem sich reichlich Treibgut angesammelt hatte. Leider war die Stelle dank überhängender Bäume nur sehr schwer zu befischen. So musste ich den Köder flussauf über das Wasser hüpfen lassen (mit etwas Übung klappt das sehr gut und macht mega Spaß). Der Köder tauchte direkt vor dem Ast zum letzten mal ins Wasser ein und schon nach zwei Kurbelumdrehungen erfolgte ein satter Biss. Die leichte Rute war direkt zum Halbkreis gebogen und schwere Kopfstöße ließen auf einen guten Fisch hoffen. Zwei oder drei mal nahm der Fisch noch einige Meter Schnur von der Rolle, ehe er sich geschlagen geben musste. Ein toller Dickkopf hatte sich am Köder vergriffen und staunte nun nicht schlecht als er sich im Kescher wieder fand.

döbel

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Mit 52 cm war er der größte Döbel den ich bisher aus dem Neckar ziehen konnte. Im Laufe des Tages konnten wir noch einige kleinere Döbel fangen.

döbel döbel

Die Döbeljagd am Neckar mag für einige zwar seltsam erscheinen, doch macht es einen rießen Spaß mit leichten Ruten (um die 10g WG) und kleinen Wobblern dem friedlichen Räuber nachzustellen.

neckar tü

Probiert es doch mal selbst!

Euer Klaus!!!

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