Freitag, 26 Februar 2010 16:49 geschrieben von

Ungeheuer und andere Überaschungen

Die Ruten waren mit Shrimp ausgelegt und ich genoss die Sonne. Allgemein lief es heute nicht so gut, nur einen kleinen Catfish konnte ich überlisten. Ich bestückte gerade die zweite Rute, als plötzlich die Schnur der anderen von der Rolle gezogen wurde. Der Anhieb saß, jedoch merkte ich schon im Drill, dass da was nicht stimmen konnte. Der Fisch war schwer, lieferte aber keine große Gegenwehr. Als ich das erste Mal die Flanke blitzen sah, wusste ich, dass es was Großes war. Als es jedoch die Oberfläche durchbrach, wurde mir ganz anders. Ein Stachelrochen! An den armen Steve Irvin denkend, der durch einen Stich eines Stachelrochens gestorben ist, näherte ich mich nur vorsichtig dem angestrandeten Ungeheuer. Dank meines Lipgrips konnte ich den Rochen jedoch sicher landen.

monster
ungeheuer

Der Stachelrochen hatte einen Durchmesser von 55 cm und war mit Schwanz über einen Meter lang. Endlich ist mal der Meter gefallen, auch wenn das nicht wirklich ein guter "Fisch" ist. Wie ich später raus fand, sind diese Rochen hier zum Glück nicht sehr giftig, jedoch ist der Stich äußerst schmerzhaft. Nun hatte ich jedoch genung vom Ansitz, weshalb ich meine Spinrute auspackte und loslegte. Schon kurze Zeit später konnte ich einige schöne Snapper und eine Spotted Seatrout verhaften.

paulsnapper

snapperzaehne

 

snapperDie Snapper haben extrem scharfe Zähne und
spitze Flossenstacheln, also besser nicht per
Hand landen.

 

Irgendwie lief es recht gut. Doch es kam noch viel besser!
Inzwischen kam auch Franzi, weshalb ich ihr meine leichte Spinrute gab und stattdessen die Tarpon Spinrute auspackte. Diese Spinkombo besteht aus einer 2 Meter langen 15-30 lbs Rute, einer Balzer Alliance Big Fish bespult mit einer 20 kg geflochtenen Hauptschnur und einem 60 lbs Leader. Alles in allem eine starke Kombo, die jedoch sehr schwer ist. Spinfischen mit einer 2,5 kg schweren Kombo macht man sicher nicht den ganzen Tag. Folglich tat mir schon nach 15 Minuten alles weh. Franzi war inzwischen auch kalt geworden, weshalb ich ihr die Tarponrute gab mit dem Kommentar: "Damit wird dir sicherlich warm!" Bereits nach dem zweiten Wurf kam von Franzi ein verwirrtes "Ähm ich glaub ich hab nen Fisch!?!" Ungläubig drehte ich mich um und staunte nicht schlecht, als ich sah wie stark die Spule, die auf ca 13 kg Zugkraft eingestellt war, rotierte. Mir war sofort klar, dass das was Besseres sein musste. Da der Fisch jedoch drohte, in eine Pfahlwand zu schwimmen und Franzi etwas überfordert aussah nahm ich ihr die Rute ab und drillte den Fisch zu uns heran. Die Landung war etwas kompliziert, da wir an einer 1,5 Meter hohen Spundwand standen, jedoch konnten wir den Fisch mithilfe des Lipgrips schon wenige Minuten später sicher landen.

franzi
jackjack

Eigentlich eine Frechheit, ich racker mir den ganzen Tag den A.... ab um ein paar Fische zu fangen und die fängt sowas beim zweiten Wurf. Naja ist eben Anfängerglück und ich gönns ihr ja  Der schöne Fisch wurde natürlich gleich nach dem Fotoshooting released.

 

Grüße aus Amiland und Tight Lines

Paul

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