Mittwoch, 21 April 2010 00:00 geschrieben von

Alter, was geht denn jetzt ab?

barbe

Dieses Testfischen sollte sich aber als wahrer Härtetest für meine Combo und meine Nerven herausstellen. Aber lasst uns mal von ganz vorne anfangen.
Direkt nach der Uni bin ich ab ans Wasser, wo Chris schon mit der Wathose bis zum Bauch im Wasser stand um dicken Barben mit der Fliegenrute nachzustellen. Gesehen haben wir zwar einige aber in Beißlaune waren sie leider nicht. Aus diesem Grund wurde die Fliegenrute auch schnell gegen die gute alte (oder neue) Spinnrute eingetauscht. Schon die ersten Würfe mit der neuen Flitsche zeigten mir, dass ich mit diesem "Baby" sicher noch viel Spaß haben werde. Leider waren die Fische von meiner Neueroberung eher weniger begeistert und so kam es, dass keiner die Rute mal von Näherem betrachten wollte.
Somit wechselten wir die Köder und versuchten unser Glück an einer anderen Stelle. Chris war der erste der hier einen schönen Biss bekam, doch ging der Anhieb ins Leere. Nachdem er einen weiteren Anfasser verbuchen konnte, der leider wieder ohne Fisch blieb, musste ich doch auch mal meinen Köder wechseln. Bereits beim zweiten oder dritten Wurf packte ein Räuber zu und der Anhieb saß. Die mäßige Gegenwehr lies auf keinen allzu großen Widersachen schließen und so wollte ich Chris zurufen, dass er den Foto stecken lassen kann, da ich schon genug Fotos von halbstarken Döbel habe. Ich hatte noch nicht einmal den halben Satz beendet, als meine Rute in Richtung Wasser gerissen wurde. Plötzlich stand die Rute im Halbkreis, die Bremse kreischte und die Farbe wich aus meinem Gesicht. "Alter was geht denn jetzt ab?" staunte Chris der nun neben mir stand. Viel mehr als "Boah krass" kam auch nicht über meine Lippen und so rätselten wir, was das denn nun sein könne. Ich hoffte natürlich auf meine neue PB-Forelle doch hatte immer den Zweifel im Hinterkopf, ein fetter Döbel hätte zugepackt. Chris warf noch die Möglichkeit einer gehakten Barbe in den Raum, doch war es eigentlich relativ egal was da am anderen Ende zieht, denn der Kampf musste erstmal für mich entschieden werden. Immer wieder zog der Fisch mit mächtigen Kopfschlägen die alles von der Rute abverlangten, einige Meter Schnur von der Rolle. Als sich dann auch noch ein großer Ast, welcher im Wasser trieb, in der Schnur verfing glaubte ich schon nicht mehr an ein Happy End. Bis ins Handteil krümmte sich die Rute und ich hatte schon Angst, dass sie bald in ihre Einzelteile zerspringt. Weit gefehlt denn selbst als der Ast samt Fisch in der starken Strömung stand blieb alles heil. Glücklicherweise löste sich der Ast nach einigen Schrecksekunden wieder und einer erfolgreichen Landung des Räubers stand nichts im Weg.
Mit gekonnter Handlandung holte Chris den Fisch aus dem Wasser.... boah was ne fette.... Barbe?
Hatte sich doch tatsächlich eine große Raubbarbe auf meinen Köder gestürzt, so wie Chris es prophezeit hatte.

barbe

barbe

Das nenn ich mal ein schönes Tier das so kurz vor der Schonzeit wohl noch ein paar Reserven benötigt und deshalb auch nach Fischchen schnappt. Hab schon lange keinen solch starken Gegner an der Leine gehabt. So weiht man eine Rute richtig ein!!!
Nachdem sie mir wieder ins Wasser "gefallen" war, stand sie noch einige Zeit ein paar Meter vor uns und erholte sich bevor sie wieder in den Fluten verschwand.

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Vielen Dank an Chris für die schönen Fotos und die gekonnte Landung.

Bis bald,

euer Klaus

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