Dienstag, 03 Mai 2011 13:48 geschrieben von

Ein Hammertag

Teil 1

Alles begann mit einer SMS von Tim am Abend zuvor, in der er schrieb, ob ich Lust hätte, mit ihm nach Talerschachen zu gehen. Doch ich wollte eigentlich zum Karpfenfischen, weil in der letzten Woche viele Karpfen in unseren Vereinsgewässern gefangen wurden. Aber Tim leistete ganze Überzeugungsarbeit und wir gingen am 10.04.11 um 6.00 Uhr zum Forellenfischen. Am Morgen hatte es 1Grad. Ganz schön kalt oder?

Wir fingen am unteren Stück unseres Vereinsabschnittes an. Dies ist gleich ein großer Gumpen, aber es ging überhaupt nichts. Wir gingen bis zum Einlauf des ersten Kanals in die Argen. Dort konnte Tim eine kleine Forelle fangen. Wir liefen zum nächsten Gumpen. Dieser war tief und ich wechselte meinen Köder von Spinner auf einen Gummifisch von Lunker City. Tim versuchte es weiter mit Köderfisch. Nach zwei Würfen hatte ich einen Biss und konnte eine untermaßige Forelle nur kurz den Fluten entlocken. Im selben Moment hatte Tim ebenso einen Biss, aber der Fisch war deutlich größer wie man es an der Rute erkennen konnte. Als wir den Fisch sahen, stellten wir fest, dass es ein kleiner Hecht war, der sich in diesem Moment samt Köder verabschiedete. Mist!!!! Tim musste neu montieren und ich angelte weiter. Nach zwei Würfen ein Schlag in die Rute. Ich drillte den Fisch Richtung Ufer und was sah ich, es war schon wieder ein Hecht. Aber dieses mal konnte ich den Hecht ohne Stahlvorfach landen. Er hatte 55 cm.

hecht

Inzwischen hatte mein Kollege wieder neu montiert und startete einen neuen Versuch. Ein paar Würfe später hatte er schon wieder einen Hecht an der Rute, aber dieser muss bedeutend größer gewesen sein, weil er sich sofort in die Strömung stellte. Doch nach wenigen Sekunden war die Schnur schon wieder ab. Tim war wütend und montierte jetzt ein Stahlvorfach, aber der Hecht oder seine Artgenossen kamen nicht mehr. Schade!!

Nun liefen wir ein ganzes Stück ohne Erfolg und ich hatte eigentlich gar keine Lust mehr, weil die Sonne schon auf uns herunterbrannte.

Der Gumpen war fast schon komplett abgefischt und wir stiegen vorsichtig ins Wasser. Ich angelte wieder mit meinem Gummifisch. Plötzlich geschah es. Ca. 3 m vor mir im klaren Wasser tauchte eine XXL-Forelle auf und packte meinen Kunstköder. Der Drill dauerte nicht lange und so konnte ich eine große wunderschöne Forelle landen. Sie war 53 cm. Mein persönlicher Rekord!!!!!!

forelle

Ich war gerade mit meiner Hammerforelle beschäftigt, da schrie Tim: STIRKE! Er hatte auch eine Forelle mit 38 cm an der Rute.

Nach diesen zwei wunderschönen Forellen angelten wir noch eine Weile weiter, doch keine Forelle interessierte sich mehr für unsere Köder. Um 12 Uhr ließen wir uns abholen.

Teil 2

Bei der Heimfahrt beschlossen wir, dass wir noch mit meinem Vater bei diesem schönen Wetter Karpfenfischen gehen könnten. Nach einer Mittagspause von zwei Stunden gingen wir noch an einen See. Bevor wir die Ruten auswarfen, haben wir noch mit einer Dose Mais an unserem Angelplatz angefüttert. Die Ruten waren keine 10 Minuten ausgelegt, da war mein Schwimmer schon verschwunden. Ich ging an die Rute und schlug an. Der Fisch hing und gab Vollgas. Meine 30 g Rute bog sich bis zum Anschlag und die Schnur lief von der Rolle und es machte richtig Spaß. Bis ich den Fisch zum ersten Mal sah, dachte ich, dass es sich um ein kleineres Exemplar handelt. Doch er war relativ groß. Nach einem Drill von 5 Minuten konnten wir ihn landen. Er war 77cm lang und hatte schätzungsweise knapp 20 Pfund.

karpfen

Schöner Fisch, oder? Danach hatten wir keinen Karpfenbiss mehr. Wir konnten nur noch ein paar schöne Rotaugen und Rotfedern fangen. Um 17 Uhr beendeten wir unseren sehr erfolgreichen Angeltag.

Geschrieben von Felix

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