Sonntag, 26 August 2012 00:00 geschrieben von

Amsterdam 2012 - Tag 5

Tag 5 - Chris!!! Verdammt, lass uns doch auch mal Einen!

"PIEP, PIEP, PIEP" ... irgendetwas stimmt hier nicht! Ich öffne meine Augen und beginne langsam zu realisieren, dass mein Wecker versucht mich aus dem Schlaf zu reißen - mit Erfolg! Ich erinner mich an das Gespräch am Vorabend: "Morgen gehts früh raus, wir müssen es wenigstens ein einziges Mal schaffen, vor 10 Uhr aus dem Bett zu kommen!" Der Uhrzeiger steht auf 7:30 Uhr und ich frage mich nur wieso ich Mitten in der Nacht aufstehen soll. Als sich schließlich auch in den anderen Zimmern Leben regt, entschließe ich mich, meinen Schweinehund der mich ans Bett fesselt, zu ignorieren und endlich aufzustehen. Wie jeden Morgen gilt der erste Gang der Haustür, um meinen blassen Bauch der Sonne entgegen zu strecken. Als ich die Tür öffne, streichelt mich jedoch keine Morgensonne, sondern der kalte Wind, der dicke Regentropfen ins Zimmer bläst! Ich drehe mich um und starre in die verschlafenen Gesichter meiner Kameraden. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte und so machen wir kehrt und ziehen wieder die Bettdecke über den Kopf. Ausgeruht fischt's sich eh besser.
Als der Regen nachgelassen hatte, trauten wir uns langsam nach draußen. Es war zwar noch immer bewölkt aber mit Regenjacken im Gepäck machten wir uns auf an einen See, welcher vom örtlichen Angelshop empfohlen wurde. Hier soll es tolle Barsche geben, die uns bei unserem bisherigen Trip leider noch verwehrt geblieben waren. Am Gewässer angekommen war uns jedoch schnell klar, dass dies eher ein bescheidener "Insider-Tipp" war, da er vom Ufer aus nur sehr schwer befischbar war. Das Wasser war schlichtweg zu flach und die Kante ins Tiefe lag mit einer Entfernung von 30 Metern einfach zu weit entfernt für leichtes Barsch-Geschirr. So stapften wir am Ufer entlang und hofften darauf, dass die Kante irgendwo näher am Ufer liegt. Auffrischender Wind und Nieselregen machten unseren Marathon zumindest für mich zur Tortur. Schnell hatte ich ziemlich miese Laune und die Tatsache, dass das Ufer immer schlechter zugänglich war, trug ihren Teil dazu bei. Nachdem wir den See umrundet hatten (gefühlte 100 km), stellten wir fest dass wir nur etwa 100 Meter in die andere Richtung hätten laufen müssen um die Abbruchkante in Wurfweite zu haben. Hier fiel das Wasser direkt am Ufer auf Tiefen über 10 Meter ab. Eigentlich fingen wir die Fische bisher immer in 2-3 Metern Wassertiefe und so waren wir skeptisch ob es hier was zu holen gibt. Paul klärte uns schnell auf, als sich seine Rute im Halbkreis gen Wasseroberfläche neigte. Ein schicker Zander hatte am Gummi genascht und lies nur widerwillig nach oben pumpen.

paul zander

Jetzt hatten wir zwar nen Spot gefunden aber die dunkle Färbung des Fisches zeigte uns, dass es sich wohl um einen Nestbewacher handelte. Komischerweise waren hier also die Fische noch nicht ganz fertig mit ihrem Laichgeschäft. Nach kurzer Unterredung entschlossen wir uns den See zu verlassen und es wieder an offenen Gewässern zu versuchen. Zuvor mussten wir jedoch unser verlorenes Schaf Till einsammeln, welcher abhanden gekommen war. Bis heute weiß noch immer niemand, wieso er einfach verschwunden war. Man munkelt er sei vor dem rosa Elefanten geflohen, der ihn nach dem Konsum einer holländischen "Zigarette" verfolgte Zwinkernd.
Wie dem auch sei, machten wir uns wieder auf in Richtung der Brücken vom Vortag. Hier sollte es der Tag des "mächtigen Chris" werden. Ein Tag den er sich mit Sicherheit rot in seinem Kalender markiert hat!!
Alles begann an einer unscheinbaren Aussichtsplattform auf der ein Fernrohr als Tourifang aufgestellt war. Im Nachhinein glaube ich, dass es sich bei dem Fernrohr um ein magisches Artefakt längst vergangener Tage handelte, welches demjenigen, der hindurch blickt, das allsehende Auge verleiht.
Da ein Bild mehr als tausen Worte sagt, zeige ich euch mal was ich meine:

chris fernrohr
So geschah es dann auch, dass nur wenige Mintuen später der erste Stachelritter an Chris Rute zerrte.

chris zander

Wir dachten uns ja noch nichts dabei aber als nur 15 Minuten die Rute schon wieder krumm stand, schöpften wir so langsam Verdacht.

chris drill

Da es der Tag des "mächtigen Chris" war, musste natürlich auch der Zander von Feinsten sein, was er mit etwas über 80cm auch sicherlich war

chris zander
chris zanderchris ferdi zander

Auch wenn es auf dem letzten Foto so aussieht als würde sich Ferdi für Chris freuen, waren wir eigentlich schon fest entschlossen Chris zu packen und im Wasser zu versenken (darum der Angriff von hinten)
Kurz bevor die Falle zuschnappte, rettete ihn jedoch ein weiterer Zander der sich an Tills Gummifisch vergriff. Zwar war er nicht ganz so groß wie sein Vorgänger, doch leistete er am leichten Gerät ordentlich Gegenwehr.

till zander

Als hätte eine höhere Macht verhindern wollen, dass Chris über die Planke geworfen wird, kam pünktlich zu Mittag die Sonne zwischen den Regenwolken hervor. Anscheinend freuten nur wir uns über das bessere Wetter und so blieben wir für etwa eine Stunde ohne Fischkontakt. Auch die Rute des "magischen Chris" konnte seinen Zauber nicht entfalten und so war es Paul der den nächsten Fisch landen musste.

paul zander

Plötzlich meldete sich Chris - ich meine natürlich - "mächtiger Chris" mit einem Paukenschlag zurück. Irgendetwas hatte sich auf seinen Shad gestürzt und riss nun gewaltig an der Zanderrute. Schnell war klar, dass es sich dieses mal wohl nicht um einen Stachelritter handeln konnte. Die Fluchten waren zu aggresiv und auch die verräterischen Kopfstöße blieben aus. Als ein großer Hecht aus dem trüben Wasser auftauchte, staunten wir nicht schlecht. Da jedoch mit 23er FC Vorfach gefischt wurde, mussten wir zittern um nicht auch den dritten großen Hecht der Tour zu verlieren. Dieses mal ging alles gut und so präsentierte der Mann des Tages den größten Hecht der Tour (Ferdi hatte seinen Meterfisch ja leider bei der Landung verloren)

Ich bin mir garnicht mehr sicher ob wir die Hechtdame überhaupt vermessen hatten, da wir sie möglichst schnell wieder in ihr Element zurücklassen wollten (Schonzeit geht bis einschließlich 30. Juni).
Um nicht als Schneider nach Hause gehen zu müssen, erbarmte sich schließlich doch noch ein Zander zu einem kurzen Shooting mit mir. Da die Jungs nicht in der Nähe waren, passte meine Birne leider nicht mit aufs Bild.

me zander

In den kommenden Stunden fingen wir immer wieder kleinere Zander und Barsche die es jedoch nicht in die Hall of Fame geschafft haben. Lediglich der "mächtige Chris" musste mal wieder übertreiben, als er gegen Abend noch eine knapp 80er Vampir aus den Fluten zauberte:

Zander
chris zanderrelease

Nun war klar, dass Chris mit höheren Kräften im Bunde stand und bevor er noch nen weißen Hai aus den Fluten kitzelte, brachen wir auf gen Ferienwohnung um den Abend bei Steaks und Bier ausklingen zu lassen.

grillen

Eins muss jedoch noch gesagt werden: Der mächtige Chris wurde an diesem Abend noch ausreichend für seinen Pakt mit dem Bösen bestraft und so fand er sich Mitten in der Nacht im angrenzenden Polder wieder. Die genauen Umstände wie es dazu kam, werden für euch aber leider ein gut gehütetes Geheimnis bleiben.

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An dieser Stelle möchte ich mich nochmals persönlich bei allen Teilnehmern der Amsterdam-Tour 2012 bedanken. Es war wirklich ein unbeschreiblicher Urlaub mit Eindrücken die man so schnell nicht vergessen wird.
Besonderen Dank an Ferdi und Chris für die Einladung euch ins Zanderland begleiten zu dürfen. Der Trip war, wie Barney Stinson sagen würde: "legendär"!
Ich bin mir sicher dass dies nicht der letzte Trip nach Amsterdam gewesen ist! Ich hoffe dass für 2013 die gleiche Besatzung wieder am Start sein wird!
Abschließend noch ein paar Bilder die nicht direkt in den Bericht gepasst haben aber zu schade sind einfach auf dem Rechner zu verschwinden:

chris

 

Autobahn

nightlive

Sunset

Euer Klaus!

P.S.: Das Video zu dieser Tour ist in Arbeit!

P.P.S: Paul war dieses Wochenende wieder in Amsterdam. Was er erwischt hat wird er euch sicher die Tage mitteilen

P.P.P.S.: Du willst von Anfang an Lesen? Dann gehts hier zurück zu Tag 1:

Tag 1 - Erst mal locker angehen lassen... oder auch nicht!


Und hier nochmal alle Bilder vom Trip:

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