Mittwoch, 02 Dezember 2009 13:39 geschrieben von

Welsfischen in Frankreich an der Saône

Vom 28. - 30.08.2009

Nach einer langen Autofahrt sind wir endlich in Frankreich (Chalon-Süd) angekommen. Dort haben wir unsere Ferienscheine (Carte de vacances) gekauft. Endlich ging es ans Wasser. Wir hatten es einfacher, eine passende Stelle zu finden, da wir einen Guide dabei hatten, der sich in Frankreich sehr gut auskennt. Ein Tipp von mir, nehmt ein Motorboot, um die besten Stellen von einer guten Slipstelle zu erreichen. (In Frankreich darf man bis 6 PS ohne Führerschein fahren und das Boot darf nicht über 4 Meter sein, sonst muss man eine TÜV-Plakette kaufen). Nach dem bürokratischen Teil bauten wir unseren Schlafplatz und unsere Ruten auf. Jetzt wurden unsere Köder mit dem Boot in Stellung gebracht. Wir waren noch nicht fertig, als auf meiner Rute der erste Wels biss. Ich rannte zur Rute und habe einen festen Anhieb gesetzt. Der Wels hing und ich konnte ihn sicher landen. Er war nicht besonders groß, aber es war mein erster Wels. Er hatte 1,32 m.

waller

Bis zum Abend hatten wir dann alle Köder ausgebracht und die Nacht konnte beginnen. Endlich gab es etwas zu essen. Wir hatten einen Riesenhunger nach all den Strapazen. Gegen 22.00 Uhr schlugen wir erneut zu. Es war ein Wels mit 1,52 m.

waller

In der Nacht folgte dann noch ein kleiner Wels mit 1,28 m von dem wir leider kein Bild haben. Am nächsten Morgen kontrollierten wir unsere Köder und mussten feststellen, dass alle unsere Köder weg waren. Das hieß, neue fangen. Das war gar nicht so leicht. Wir brauchten fast den ganzen Tag. Während des Köderfischangelns konnte ich einen netten Schuppenkarpfen landen.
Am späten Nachmittag brachten wir wieder unser Köder aus. Diesmal geschah lange nichts. Auf einmal fing die Rute an zu schlagen und ich konnte einen perfekten Anhieb setzen. Den Wels mit einer Größe von 1,60 m landeten wir sicher.

wallerwaller

Danach gingen wir schlafen. Mitten in der Nacht erneut ein Biss : Auf meinen, beim Köderfischangeln gefangenen Karpfen! Doch dieser hing nicht. Wir spannten die Schnur wieder und legten uns schlafen. Am letzten Morgen unserer Wallerreise, beim Frühstück, schlugen wir wieder zu. Der Anhieb saß und der Drill begann. Nach 5 Minuten konnten wir den Wels mit dem Wallergriff sicher landen. Er war 1,48 m.

waller

Nach dem Frühstück holten wir nach und nach die Ruten rein. Doch schon an der zweiten Rute hing ein Wels, der mir gleich mal richtig Schnur nahm. Unser Guide holte das Boot und wir fuhren zum Drill hinaus. Ich merkte gleich, dass dies der größte Wels unseres Angelurlaubes sein würde. Nach 10 Minuten Drill konnten wir den Wels mit einer Länge von 1,75 m sicher ins Boot ziehen. Ich war sehr glücklich, denn dieser Fisch war größer als ich selbst.

waller waller
 

Leider war an den anderen Ruten nichts mehr dran. Wir räumten alles zusammen und fuhren leider wieder nach Hause. Aber das Ergebnis war richtig gut. Wir konnten in 3 Tagen 6 Welse landen.

Mit welcher Montage haben wir geangelt?

Wir haben mit sogenannten Unterwasserbojenmontagen geangelt. Alles wird auf die Hauptschnur gebunden. Die ganze Montage wird vom Ufer mit aufrecht gestellten Ruten gespannt. Hier eine Skizze:

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Unsere Köder waren in der ersten Nacht Karauschen, die wir mitgebracht hatten. Am nächsten Tag haben wir in Frankreich schöne Brachsen gefangen. Brachsen sind sehr gute Welsköder in Frankreich. Entschuldigt bitte die etwas unrealistische Skizze, aber es ging nicht besser mit dem Computer.

Geschrieben von Felix

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