Freitag, 21 Oktober 2011 23:14 geschrieben von

Ein Lebenszeichen

In der vergangenen Woche hab ichs doch endlich wieder fertig gebracht regelmäßig ans Wasser zu gehen. Nach der langen Pause war es natürlich viel Arbeit und wirklich gut habe ich auch nicht gefangen. Ein paar Fische konnte ich dennoch zum Anbiss überreden.

Tag 1

Zunächst war ich mit Chris unterwegs um anzutesten, ob es noch Fische im Neckar gibt. Anfangs versuchten wir es mit Hardbaits, auch wenn das Wasser hierfür möglicherweise zu klar war. Zielfisch waren Döbel und Barsch.
Bereits nach wenigen Würfen war die Rute von Chris krumm und er konnte den ersten Fisch des Tages landen! Eine stramme Bachforelle hatte sich den Wobbler geschnappt und gab sich nach kurzem aber heftigen Drill geschlage. Natürlich nicht ohne dem Fänger noch eine kleine Dusche zu verpassen.

chrisbafo
Natürlich wurde die Getupfte vorsichtig vom Haken befreit, damit sie schnellstmöglich in ihr Element entschwinden konnte. Als kurze Zeit später eine weitere Getupfte bei mir einstieg, entschieden wir uns dafür die Wobbler für heute beiseite zu legen und es mit Gummi zu versuchen. Da die Schonzeit vor kurzem begonnen hatte war uns die Gefahr zu groß eine weitere Forelle an den Haken zu bekommen.

bafo

Auf Gummi lief leider recht wenig, wohl auch weil das Wasser sehr niedrig und extrem klar war. Wir hatten viele Fehlbisse die uns teilweise den letzten Nerv kosteten. Kurz bevor wir die Flinte ins Korn werfen wollten gab es bei mir einen dicken Rumms in der Rute. Ich hatte den Gummifisch einfach monoton durchs Wasser gezogen was einen dicken Räuber wohl aus der Fassung brachte und zum Anbiss verleitete. Die Rute war mächtig krumm und schwere Kopfstöße ließen auf einen mittleren Hecht oder einen dicken Döbel schließen. Letzteres war der Fall und so kamen wir doch noch zum Zielfisch.

döbel

Der Döbel war geschätzt irgendwas zwischen 45 und 50 cm lang und von den zahlreichen Brutfischen, die sich im Wasser tummelten, mehr als wohl genährt.

Tag 2

Ein paar Tage später verabredeten wir uns erneut, diesmal sollte es mit Topwaterködern auf die Dickköpfe gehen. Da die Sonne schien und das Wasser klar war, was fürs Oberflächenangeln sicher von Vorteil ist, erhofften wir uns einige Attacken.

chris

Lange mussten wir nicht warten bis die ersten Döbel unsere Köder an der Oberfläche verfolgten und diese leider allzu oft verfehlten. Da wir jedoch mit vielen Fehlbissen gerechnet hatten, liesen wir uns nicht demotivieren, letztendlich ist es auch so immer wieder ein Adrenalinkick wenn ein dicker Fisch nach dem Köder schnappt der gemächlich an der Wasseroberfläche tänzelt. Ich feuerte meinen Köder erneut in Richtung Hotspot und begann den Wobbler in "walk the dog"-Manier einzukurbeln als ein großer Schwall diesen verschluckte. Kurz gewartet und der Anhieb saß. Ein kräftiger Döbel hatte sich den Köder geschnappt und wurde somit zu einem kurzen Fotoshooting überredet.

döbel

Im Laufe des Mittags konnten wir 4 oder 5 weitere Döbel in dieser Größe verhaften die alle Gefallen an den Oberflächenködern gefunden hatten. Mindestens doppelt so viele Fehlbisse liesen keine Zeit für Langeweile. Leider wird das Wasser nun langsam zu kalt für diese Art der Angelei doch der nächste Sommer kommt bestimmt.

döbel

Tag 3

Dieses mal ging es an den See um den Barschen auf die Stacheln zu fühlen. Der Erfolg war jedoch eher mäßig. Viele Barsche konnten wir nicht erwischen, doch waren die gefangenen immer ganz ordentliche "Brocken" (zumindest für dieses Gewässer). Spaß gemacht hats allemal

barsch

barschbarsch

 

Sie sind und bleiben doch meine Lieblingsfische auch wenn wir leider keine guten Gewässer im Verein haben, in denen sie etwas regelmäßiger vorkommen.

Tag 4

Der letzte Trip ging wieder zurück an den Neckar. Basti und Frank hatten sich Tageskarten geholt und so griffen wir im Trio an um den Dickköpfen etwas einzuheizen. Das klare Wasser machte die Sache nicht ganz einfach da es für Topwater schon zu kalt war. Die Fische standen sehr weit unter überhängenden Äste am anderen Ufer weshalb geübte Würfe von nöten waren um nah genug an den Fisch zu kommen ohne die teuren Köder zu gefähren.
Den Anfang machte ich und kitzelte den ersten Döbel des Tages aus dem Wasser noch bevor meine Mitangler am Wasser waren .
döbel

Basti und Frank versuchten es mit Hardbaits, ich blieb bei Gummi. Die nächsten Fische konnte Frank verbuchen, darunter auch ein kapitales Exemplar mit 48 cm. Allein schon den Drill an der leichten Rute zu sehen hat echt Spaß gemacht.

döbel

Die Jungs hatten mit den Hardbaits die bessere Wahl getroffen und fingen regelmäßig Döbel und hin und wieder kleine Hechte. Meine Gummis wurden von den Fische eher ignoriert, höchstens vorsichtig angestubst. Unter einem dicken Ast konnte ich jedoch noch einen Schuppenträger auf Softjerk am Offset-Haken überreden. War nicht ganz einfach den kleinen Kollegen aus dem Geäst zu ziehen

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Den krönenden Abschluss machte erneut Frank der einen weiteren Döbel an der 50er Marke aus dem Wasser zauberte.

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So machts doch Spaß! Da das Wetter diese Woche wieder gut sein soll, werdet ihr dieses mal nicht so lange auf ein neues Lebenszeichen von mir warten müssen.

Bis bald,

euer Klaus!!!

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