Mittwoch, 21 März 2012 13:19 geschrieben von

Stalking Barbel

Die Sonne brannte endlich mal wieder aufs Hirn und so machte schon die Anfahrt mit dem Motorrad ans Gewässer mega Laune. Dort angekommen war jedoch schnell klar, dass es kein einfacher Angeltag werden wird, da das Wasser doch sehr klar und ruhig war. So versuchte ich mein Glück zunächst im schnell fließenden Bereich und wurde mit zwei kleinen Bachforellen entlohnt. Die waren allerdings so klein, dass es nicht einmal fürs obligatorische Foto gereicht hat.
Da sich an der Stelle sonst nicht viel tat, ging ich am Wasser entlang auf dem Weg zum nächsten Spot. Zügigen Schrittes bemerkte ich auf einmal einen dicken Döbel, der vom Ufer aus ins tiefe Wasser flüchtete. Folglich schlich ich jetzt förmlich am Wasser entlang und bemerkte schon bald eine kleine Gruppe von Fischen im tieferen Wasser. Was genau dies nun war, konnte ich nicht erkennen. Lange wurde nicht gefackelt und so flog der Gummi schon in Richtung Klassentreffen. Ein kleinerer Fisch folge dem Köder langsam und so erkannte ich, dass es sich wohl um Barben handelte. "Verdammt, wo ist die Fliegenrute wenn man sie braucht?", dachte ich mir, warf den Schwarm jedoch erneut an. Der Köder taumelte zum Grund, wo ich ihn mit der Strömung entlang treiben lies. Plötzlich blieb die Schnur stehen... Anhieb... und Hänger... oder auch nicht! Ein großer Schatten löste sich vom Grund und zeigte Flanke. Da im Wasser sonst keine Hindernisse waren, war es recht einfach den Fisch zu landen, auch wenn er sich, wie man das von Barben kennt, nicht zu knapp zu wehr setzte. Sie hatte den Gummi voll genommen! Endlich mal wieder ne richtig tolle Barbe mit fast 70 cm!!!

barbbarb

barbe

Ein herrlicher Fisch, der an leichtem Gerät richtig Spaß gemacht hat! Nach einem kurzen Shooting durfte die Sportskanone wieder weiter ihre Bahnen ziehen.
Angefixt von der Stalking-Taktik ging ich weiter flussab. Nach etwa 100m wieder ein ähnliches Szenario: eine kleinere Gruppe Fische mit 2 oder 3 größeren Exemplaren in der Mitte. Dieses Mal waren auch Döbel zu erkennen und so hoffte ich auf einen schönen Dickkopf. Wieder weit gefehlt: Kaum trieb der Köder am größten Schatten vorbei gabs wieder ein Zucken in der Schnur. Der Anhieb saß und die nächste Barbe war am Band. Diese wehrte sich doch deutlich mehr als die Vorherige, weshalb ich ein paar Meter mit ihr flussab gehen musste. Im Flachwasser konnte der Fisch sicher angelandet und fotografiert werden:

barbe

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Auch dieser Fisch war mit etwa 65 cm nicht von schlechten Eltern. Manchmal echt unglaublich, was man mit langsam geführtem Gummi so fängt. Wie letztes Jahr scheint diese Taktik jedoch nur im Frühling zu funktionieren, mir soll es recht sein. Und ob ihr mir jetzt glaubt oder nicht, gab es zum krönenden Abschluss auch noch eine fette Nase. Da die aber offensichtlich nur ihre Laichgrube verteidigen wollte (sie sieht zumindest mal aus, als wäre sie beim Laichgruben schlagen), packte ich nach dem Fisch schnell zusammen um die Nasen nicht weiter beim Liebemachen zu stören.

nase

Zuletzt noch ein Pöbel-Döbel vom Vortag (diejenigen die uns auf Facebook geliked haben, haben ihn bestimmt schon gesehen)

döbel

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Bin morgen wieder am Wasser.... Stay tuned!

euer Klaus

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